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Die Vereinsgeschichte

Die Gründung

Ganz am Anfang stand die Frage:

Soll man eine Feuerwehr oder einen Schützenverein gründen? Trotz starker Opposition setzten sich die Befürworter
eines Schützenvereins durch, der dann am 19.12.1953 im Gasthaus Sasse/Tiemann von 18 Personen ins Leben gerufen wurde.

Am 29.01.1954 wurde die erste Generalversammlung einberufen. Innerhalb dieser sechs Wochen hatte der Verein schon 61 Mitglieder. Es wurde in dieser Versammlung nach Satzung der erste Vorstand gewählt:


1. Vorsitzender:                 Erwin Weingärtner
2. Vorsitzender:                 Fritz Füller
1. Geschäftsführer:            Friedel Schnucke
2. Geschäftsführer:            Gerhard Lindner
Hauptkassierer:                  Ernst Kramme
Bezirkskassierer:                Heiner Rullmann, Willi Füller, Albin Zettlitzer
Waffenwart:                      Willie Schnucke

 

Die ersten Jahre

Im Juli 1954 wurde im Hotel Deeke das erste Schützenfest gefeiert.

Der erste Gastverein in Offelten war der Schützenverein Oppenwehe. Auch die Offelter Schützen besuchten die
ersten Schützenfeste, und zwar bei unseren Freunden in Levern und Vehlage.

Jetzt wurde der Bau eines Kleinkaliberschießstandes geplant und mit vereinten Kräften in die Tat umgesetzt. Das
Grundstück wurde vom Kaufmann Meyersieck sowie vom Landwirt Mittelkrämer kostenlos dem Verein zur
Verfügung gestellt. Diese beiden genannten Personen wurden dann auch 1955 zu Ehrenmitgliedern des Vereins berufen.
Baubeginn auf dem heutigen Platz war Anfag Oktober 1955. Anschaffung des ersten KK-Gewehres Anfang 1955,
obwohl die Fertigstellung erst im Juli 1955 war. Behördliche Abnahme war erst 1957. Zum Schießen musste immer
ein Stromkabel gelegt werden von den Häusern am Waldrand bis oben zum Schießstand. Jeden Sonntag hatte Helmut Seifert diese Aufgabe, mit einer Kabeltrommel am Fahrrad. Erst im Jahre 1971 wurde ein Stromaggregat angeschaft. 

Bei der Jahreshauptverammlung 1955 wurde ein Teil des Vorstandes neu gewählt:

1. Schriftführer Ernst Krame
2. Schriftführer August Wagener
Schießwart Helmut Seifert


Am 23. und 24. Juni 1955 wurde das zweite Schützenfest gefeiert. Zu diesem Schützenfest wurden auch die
ersten Uniformen angeschafft. Es war Pflicht für jedes Mitglied, am Königsschießen teilzunehmen. Ansonsten wurde eine Strafe von 2 DM erhoben, ab 1956 waren dies 5 DM. Erstes Königspaar der Vereingseschichte waren
Willi und Liselotte Düsterberg.

Zum zweiten Schützenfest wurden als Gastvereine unsere Freunde aus Vehlage und Gehlenbeck eingeladen.
Das Fest war sehr gut besucht und ein voller Erfolg.

Im Februar 1956 wurde der erste Königsball (Winterfest) im Hotel Kappelmann in Pr.Oldendorf gefeiert. Ab 1956 wurden in jedem Jahr ein Königsball und ein Schützenfest gefeiert, 1956 kam als neuer Gastverein Stift
Quernheim dazu.

Aktivitäten

Es gab schon in den ersten Jahren viele Aktivitäten im Verein. So wurden z.B. Ausflüge geplant und unternommen.
Durch den Reinerlös eines Ganztagesschießen hat der Verein den Bau des Kriegerdenkmals in Offelten mit unterstützt.

Ab 1958 wurde die Kapelle Regina für das Schützenfest verpflichtet. Neuer Vereinswirt wurde im gleichen Jahr Klaus Heidsiek, der das Gasthaus Sasse/Tiemann übernommen hatte.

Ab 1959 wurden Schießgruppen aufgestellt, welche fleißig an Vergleichsschießen befreundeter Vereine teilnahmen, die Vorgänger der heutigen Rundenwettkämpfe. Hier wurden die ersten großen Erfolge gesammelt.

1959 wurde beschlossen, eine Vereinsfahne anzuschaffen. Beim Schützenfest 1960 wurde die neue Fahne eingeweiht.
Der Anschaffungspreis von 1280,- DM war viel Geld für damalige Zeiten. Spenden in Höhe von insgesamt 320,-DM halfen bei der Finanzierung. Die ersten Fahnenträger waren Friedel Schnucke, Hans-Günther Kreienbrock und Martin Jockheck.

Ab 1961 waren die Zeiten der Kutschfahrten vorbei, die Königspaare wurden ab jetzt in Autos gefahren. Im gleichen Jahr wurde bei Heidsiek im Zelt ein Kameradschaftsabend gefeiert, die Kosten wurden von Vereinswirt getragen. Ein Jahr später wurde beschlossen, wer König werden will, muss verheiratet sein und das 24. Lebensjahr vollendet haben.

Der Verein wächst

In den folgenden Jahren nehmen die Vereinsaktivitäten immer mehr zu. Es treten immer mehr Mitglieder dem Verein bei. 1962 wird dann beschlossen, einen Spielmannszug zu gründen, der dann auch am 29. und 30. Juni zum Schützenfest seinen ersten Auftritt hatte. Erster Tambour war Willi Usler.

1965 wurde erstmals ein Weihnachtspreisschießen veranstaltet unter der Aufsicht des damaligen Schießwartes Helmut Seifert.

Im Jahre 1968 wurde dann das erste Mal ein Jungschützenkönig ermittelt. Dieses war Reinhard Andrae.

Das ereignisreiche Jahr 1969 begann mit dem Wechsel des 1. Vorstizenden. In der Jahres- hauptversammlung wurde in diesem Jahr Friedel Schnucke gewählt. Er übte dieses Amt bis zu seinem Tode im Jahr 1972 aus. Weitere Höhepunkte gab es in diesem Jahr. Der Verein wurde umbenannt zu Schützenverein "Edelweiß" Offelten e.V. , die erste Kranzniederlegung am Ehrenmal fand statt und es wurde bei Heidsiek auf dem neuen Luftgewehrstand geschossen. Dieses war besonders interessant, da man, um dorthin zu gelangen, erst eine ziemlich steile Treppe hinauf musste. Darum hieß es auch bei "Heidsiek auf'm Wiehm".

Auch auf Kreisebene fand man Anschluss. 1970 besuchte der Verein das erste Mal den Kreiskönigsball. In diesem Jahr fand auch der Beitritt zum Westfälischen Schützenbund statt.

Als äußeres Kennzeichen der Vereinszugehörigkeit wurden im Jahr 1972 dann auch die bekannten Ärmelabzeichen angeschafft.
Die Entwürfe und Ideen kamen vom damaligen Jungschützen Günter Klich.

Leider mussten wir in diesem Jahr unseren Vorsitzenden Friedel Schnucke zu Grabe tragen. Nachfolger wurde Ernst Kramme, der dieses Amt bis ins Jahr 1978 ausübte (ab 1978 Günther Janwlecke).

Auch das Jahr 1973 war sehr ereignisreich. Am 1.Mai wurde der Anbau des Schießstandes im Walde eingeweiht. Das Schützenfest wurde ab jetzt in eigener Regie geleitet. Bisher war hier Festwirt Gaststätte Heidsiek.

Auf dem Schützenfest auch das erste Mal zu sehen: Ein Jungschützenkönig mit einer Jungschützenkönigin. Bis dato fristete nämlich der Jungkönig eine Art Jungesellendasein. Im September des Jahres wurde dann die Damengruppe gegründet. Eva Schnucke, Leiterin der Gruppe, ist die erste Dame im Vorstand, bekannt auch als "Mutter der Kompanie". Auch für Kinder wurde etwas getan. Für sie gab es ab diesem Jahr eine extra Weihnachtsfeier.

Der eigene Schießstand

In der Jahreshauptversammlung im Jahr 1976 wurde den Mitgliedern der Plan zum Bau eines eigenen Schießstandes, der heutigen Schützenhalle, vorgestellt. Die damaligen Kosten für dieses Projekt betrugen 132.000 DM.

Durch den einstimmigen Beschluss der Versammlung wurde diese für den Verein schwierige Aufgabe mit der Stellung des Bauantrages in Angriff genommen. Eine Woche nach dem Schützenfest im Jahr 1978 dann der lang ersehnte Moment, die Baugenehmigung wurde erteilt. Von jetzt an wurde der Rohbau in Angriff genommen, der Ende September
schon fertig war. Dabei muss gesagt werden, dass dies alles aus eigener Kraft entstanden ist.1979 wurde der Rohbau dann abgenommen und die Innenarbeiten konnten mit Volldampf voran getrieben werden. Viel war zu tun, aber mit den vielen, helfenden Händen fanden die Baumaßnahmen mit der Einweihung des neuen Vereinsheimes am 9. November 1980 ihren vorläufigen Abschluss. Pächter der Gaststätte war ab dem 1. Januar 1981 die Familie Janwlecke, die diese Tätigkeit bis heute ausüben.

 

  

Gleichzeitig mit dem Neubau eines eigenen Schießstandes wurden zwei Übungsleiter ausgebildet, die den Schießsport im Verein auf Vordermann bringen sollten. Die ersten beiden Trainer waren Reinhard Seifert und Günther Janwlecke, welche sich den Anstrengungen der langen Ausbildung unterwarfen. Die Früchte dieser Arbeit konnten ab dem Jahr 1980 geerntet werden, dann wurden erste Plätze bei Rundenwettkämpfen und Kreismeisterschaften errungen.
Von nun an war der Name Offelten im Schießsport ein Begriff. Vorher wurde nämlich immer gefragt unter den Sportschützen: Wo eigentlich liegt Offelten?

Heute wird die Schützenhalle auch viel für Feiern aller Art genutzt. Ob Geburtstag, Polterabend oder Silberhochzeit, jeder der mit seinen Freunden ein paar gesellige Stunden verbringen will, ist hier genau richtig aufgehoben.

Feierlichkeiten bis zu 120 Personen können in der Schützenhalle untergebracht werden. Es gab aber auch schon Veranstaltungen, wo mehr Personen anwesend waren, z.B. Polterabende mit über 200 Gästen. Hier allerdings wurde kein Buffett gereicht. Wer also in unserem schönen Vereinsheim feiern möchte, nähere Einzelheiten sind zu erfragen bei Familie Janwlecke. Hier werden gerne Auskünfte über noch freie Termine oder Informationen über die Abwicklung und Organisation bezüglich Partyservice und musikalische Umrahmung einer Feier gegeben.

Seit 1983 führt Ursel Janwlecke, die seit 1982 Kreis-Damen-Leiterin ist, in der Schützenhalle das Kreisköniginnen- und seit 1987 auch das Kreisjungköniginnenschießen durch.